DotM: Der Kartellmarkt – Fluch oder Segen?

von Meiou, Sonntag, 16.12.2012, 14:41 Uhr

Der Kalender schreibt Tag 16 des letzten Monats in diesem Jahr und das bedeutet, dass es mal wieder Zeit ist für unsere Discussion of the Month. In der finalen Ausgabe des Jahres möchten wir uns ganz und gar dem Kartellmarkt widmen, der seit etwa einem Monat auf den Live-Servern zu finden ist.

Was bietet uns der Kartellmarkt? Lohnt es sich, dort einen Blick hineinzuwerfen und was wünschen wir uns als Spieler für Inhalte, mit denen der InGame-Shop aufgestockt werden sollte? Darüber möchten wir mit euch diskutieren!

Zuallererst kann man sagen, dass, um die volle Wirkung des Kartellmarktes zu entfalten, Bioware viel Neues in den Shop bringen MUSS. Ideen wären hier: Neue Frisuren, neue Gesichtsmodelle (u.a. Make-Up, Implantate, Teint und und und…), Modell- und Geschlechtsveränderungen, Fraktionsänderungen, Pets, Gleiter (vielleicht auch welche, auf denen man ein Gruppenmitglied mitnehmen kann?), Gildenboni und maßgefertigte Rüstungsskins sowie Farben dafür. Natürlich zu moderaten Preisen.

Bisher habe ich den Eindruck, dass es einfach zu wenig im Kartellmarkt zu kaufen gibt, was den Spieler wirklich reizt, zusätzlich Geld auszugeben. (Vergessen wir dabei aber unsere Rolle als "Kunde" nicht. Denn WIR müssen auch dafür sorgen, dass das in den Shop kommt, was WIR uns wünschen!) Macht es also für Bioware nicht Sinn, hier ein komplettes Team ranzusetzen, das sich Feedback aus den Foren zieht und wirklich regelmäßig, vielleicht sogar jede Woche, um neue Updates im Kartellmarkt kümmert?


Betrachten wir als Beispiel mal den Asia-Grinder Aion der Spieleschmiede NCsoft: Seit Februar diesen Jahres hat der koreanische Entwickler dieses MMORPG in die Hände des MMOG-Anbieters Gameforge übergeben, die nun für den freien Spielbetrieb in Europa zuständig sind. Dieses deutsche Unternehmen, welches grundlegend nur Online-Spiele im Free to Play-Geschäftsmodell anbietet, schmeißt den Aionschen Laden recht erfolgreich.

Auch hier gibt es einen InGame-Shop, in welchem man so gut wie alles vorfindet: Haustiere, Reittiere, Charakteranpassungen, Skins uvm. Man kann sich auch hier monatlich ein Goldpaket zulegen, das euch gewisse Vorteile gegenüber den Free to Playern bringt – eine Art freiwilliges Abo. Es gibt aber auch Items, die euch einen generellen Bonus bieten. EP-Boots, Unterstützungs-Items für das Sockeln eurer Ausrüstung, Boosts für eine höhere Dropchance und Schriftrollen, die euren Instanzen-Timer auf Null setzen.

Doch anscheinend hat man auch hier mal ein "Experiment" in Richtung Pay 2 Win gewagt. Mitte diesen Jahres erschienen im Shop plötzlich Schriftrollen, die den Spieler einen großen Bonus im PvP-Bereich gewährten und nur über den Shop erhältlich waren. Sofort lösten diese Items, zurecht, einen gewaltigen Shitstorm innerhalb der Community aus. Nur einen knappen Monat später nahm Gameforge diese Rollen wieder aus den Ladenregalen. "Experiment Pay to Win" gescheitert.

Grundlegend ist aber zu sagen, dass das Unternehmen aus Karlsruhe sich um den Inhalt des Shops kümmert. Jeden Donnerstag findet man Angebote sowie neue Gegenstände vor. Und ab und an gibt es Aktionen, die den Spielern einen Bonus auf die InGame-Währung des Shops erlaubt! Beispiel: Ende Oktober gab es eine Aktion, die versprach, dass jede Münze, die im vorgegebenen Zeitraum im Aion-Shop ausgegeben wurde, 10% Rückbuchung auf das Spieler-Konto gewährte.

Sollte es Bioware nicht auch ähnlich machen? Denn, wenn der Kartellmarkt wirklich erfolgreich sein soll, müssen einfach mehr Ideen, einfach mehr Content her. Mehr Reiz für die Spieler, im Shop zuzuschlagen. Es müssen regelmäßige Updates stattfinden, temporäre Preisnachlässe und vor allem: kein Pay 2 Win!

Die Raumschiffpakete, die jetzt seit einer knappen Woche im Shop zu finden sind, haben die Spieler zu sehr verunsichert und in Aufruhr gebracht. Im Kartellmarkt zu preiswert und im Spiel zu teuer, da man sehr viel Zeit investieren muss, um diese Aufwertungen zu erhalten. Man gelobt Besserung bei Bioware und sucht nach einer Lösung. Aber wenn man sich als Spieler solch eine Verbesserung im Endeffekt günstiger durch den InGame-Shop erstehen kann, warum dann nicht dort kaufen und sich einen Vorteil gegenüber den anderen sichern? Geht dies nun mit tippeligen Schritten Richtung Pay 2 Win-Modell, oder nicht?

Sicher handelt es sich hier "nur" um die Minispiele und die Weltraummissionen sind nicht elementar wichtig für das Vorankommen, jedoch sollte man darauf achten, die Gunst der Spieler nicht zu verlieren. Dazu gehört auch, Event-Items nicht ausschließlich nur über den Kartellmarkt verfügbar zu machen, sondern diese regulär und fair aufzuteilen (der Hauptteil kostenlos im Spiel, ein paar Gimmicks im Shop). Halten wir also fest: Das Geschäft mit einem InGame-Shop, wie dem Kartellmarkt, ist hart und man kann sich sehr sehr leicht die Finger verbrennen. Es ist ein schmaler Grat zwischen einem guten Angebot, was die Community interessiert und dazu bringt Geld dafür auf den Tisch zu packen, ohne dabei in den P2W-Bereich abzurutschen oder einem Shop, für den leider kaum einer Interesse zeigt.

Aber anders gefragt: Muss man als Entwickler/Publisher nicht vielleicht doch Experimente wagen, um herauszufinden, was der Spieler wirklich will? Und was denkt ihr, was gehört noch in den Kartellmarkt, damit er sich wirklich lohnt und was würdet ihr euch auf jeden Fall kaufen? Sagt uns eure Meinung dazu im Forum!

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