Unser Arceseus beim offenen Star Wars Casting in Glasgow – Ein Rückblick

von Eric Bader, Samstag, 07.12.2013, 17:00 Uhr

Ein ganz normaler Tag in Glasgow

03:30 Uhr Ortszeit – die Stadt Glasgow schläft und nur wenige Mutige haben sich bereits am Science Center eingefunden, um dem bevorstehenden Star Wars: Episode 7 Casting entgegenzutreten.
05:00 Uhr Ortszeit – die erste Schlange wird offiziell gefüllt. Und ich bin sogar wider Erwarten der Allererste in der Reihe.

Und hier beginnt das Abenteuer. Nach nettem Smalltalk mit den Anwesenden, die aus den verschiedensten Teilen Großbritanniens angereist sind, geht es auch schon los. Um 05:30 Uhr morgens folgt man ganz gespannt den Sicherheitsmännern durch ein Labyrinth aus Metallgittern, wie man sie aus ellenlangen Warteschlangen in Freizeitparks kennt. Danach heißt es halten und warten. Und das immerhin vier Stunden. In eisiger Kälte.

Zugegeben, angenehm ist was anderes, aber allein die Vorfreude auf das, was da nun kommen mag, ist riesengroß. Lange Zeit bleibt es dunkel, und als die Sonne allmählich aufsteigt, wurde es nochmal bitterkalt. Heißer Tee und Kaffee werden für ein kleines Entgelt ausgeschenkt. Wirkliches Gedränge gibt es dabei nie. Im Gegenteil: es sind weit weniger Bewerber da als von mir erwartet. Gut und gern 600 Mann, die nach und nach gekommen sind. Über den Tag verteilt sind es sicherlich dennoch 1000.

Immer näher rücken wir an den Eingang. Am vorderen Zelt angekommen, händigt man uns Kontaktformulare zum Ausfüllen aus und tackert unsere mitgebrachten Fotos daran. Ein paar Sturmtruppen und ein TIE-Pilot sorgen in den hinteren Reihen für gute Stimmung. Die Hände zittern und ich bin heilfroh, meine Creme mitgebracht zu haben. Und Handschuhe; oh – ein Hoch auf die Handschuhe.

Plötzlich geht es los. Einen Handschuh fast verloren, die Kamera stiefmütterlich in die Tasche verstaut und rein ins Vergnügen! Ein Eingangsraum mit Spiegeln soll nochmal ein letzter Check sein; dass auch ja alles sitzt und passt. Danach geht es in einen kleinen Nebenraum, wo mir freundlich die Hand geschüttelt wird und ich kurz gefragt werde, wer und wie alt ich sei. Danach folgt nur ein: "Please turn left." – Hui, ich habe die erste Hürde überstanden. Während die Dame vor mir nichtsahnend nach rechts abbiegt und somit direkt zum Ausgang befördert wird, bin ich in einen Warteraum gelangt.

Zwei Minuten sitze ich (endlich mal im Warmen) und dann geht es rein in den Interview-Raum. Mit Selbstvertrauen setze ich mich an den nächstbesten Tisch und kann mit einem netten Herren ein wenig plaudern. "Tell me something about you." – "What did you do …" oder "Would you take a flight immediately, if we called you?" ("Erzähl uns etwas von dir, was hast du gemacht und würdest du sofort in ein Flugzeug steigen, wenn wir dich anriefen?") sind Fragen, mit denen ich mich auseinandersetzen muss. Andere erzählen von ihren Lieblingsfilmen und Schauspielern.

Mein Formular wird in eine auf dem Tisch stehende Ablage gelegt. Man würde alle Formulare nochmal durchschauen und sich dann melden. Genau inspiziert der Herr meine Kontaktdaten. Aber ein Skript oder ein Armband gibt es leider nicht. Dass es sowas Tolles auch wirklich gibt, habe ich ein wenig später erfahren, als ich nach dem Gespräch das Gebäude verlassen darf. Zwei Bewerber mit völlig unterschiedlichem Aussehen haben das begehrte (wenn auch bekannte und aus 'Die Tribute von Panem' stammende) Skript in der Hand. Sie werden um 17 Uhr Ortszeit erneut eingeladen, um die Rolle des "Thomas" vorzusprechen.

Ob die anderen Formulare, die die Interviewer bei sich behalten hatten, jemals wieder genutzt werden, weiß nur Disney selbst. Nach ein paar "Insider"-Gesprächen mit den Mitarbeitern konnte ich herausfinden, dass sie wohl tatsächlich über die Kontaktdaten drüber schauen werden. Für eventuelle Statisten oder andere Rollen. Aber darauf sollte man sich wohl bei den tausenden Bewerbern, die es zumindest zum Interview geschafft haben, nicht verlassen.

Auf jeden Fall war es eine große Erfahrung, die ich mitnehmen konnte und es hat enorm viel Spaß gemacht, so viele verschiedene Leute kennenzulernen.

Und last, but not least: "Germans are always so handsome!" 😉
In diesem Sinne: May the Force be with you!

Euer Arceseus

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