Entlassungen bei Disney Interactive

von Tyanolite, Freitag, 07.03.2014, 15:29 Uhr

Bei Disney Interactive werden 700 Arbeitsplätze gestrichen. Das sind etwa 26 % der Gesamtbelegschaft der Internet-Sparte des Unterhaltungskonzerns Disney. Die Entlassungen sind auf die mangelnde Rentabilität zurückzuführen.

disney

Dieser drastische Schritt wurde bereits erwartet und betrifft vor allem Playdom. Die Disneytochter konzentriert sich vor allem auf die Entwicklung und den Vertrieb von Spielen für Social-Media-Plattformen. Ein Sprecher von Disney betonte, dass die Einschnitte die komplette Sparte betreffen.

Mit dieser Umstrukturierung will Disney außerdem deutlich weniger Social- und Mobile-Games im eigenen Unternehmen entwickeln und stattdessen auf Lizenzpartner bei der Entwicklung und Vermarktung setzen.

"Disney Interactive hat mehrere Geschäftsbereiche vereinigt, als Teil unserer Bemühungen, die Abteilung auf einen geraden Kurs von qualitativ hochwertigen digitalen Produkten zu bringen", so das Unternehmen in einer Erklärung. "Als Ergebnis dieser Umstrukturierung haben wir einen Personalabbau durchgeführt. Diese Aktionen waren schwierig aber notwendig, da unsere langfristige Strategie auf nachhaltiger Profitabilität und Innovation beruht."

Die Entlassungswelle kommt mitten im Erfolg von "Disney Infinity", das physische Figuren und digitale Technik vereint, um die virtuellen Welten der Spieler lebendig werden zu lassen. Seit dem Verkaufsstart von "Disney Infinity" im vergangenen Sommer wurden mehr als 3 Millionen Exemplare verkauft.

Disney Interactive wird von Jimmy Pitaro geleitet. Im vergangenen Herbst trat John Pleasants als Vize-Chef des Unternehmens zurück.

Auch die Internetpräsenz des Unternehmens, Disney.com, wird von Disney Interactive betrieben. Im Zuge der Restrukturierung werden außerdem die "BabyZone", ein Blog für junge Mütter, und "Spoonful", ein Blog über Basteln und Kochen, vom Netz genommen. Zusätzlich werden die Social-Games "Sorority Life" und "Alice in Wonderland" sowie die Mobile-Games “Where’s My Water?” und “Where’s My Mickey?” abgeschaltet und aus den Shops genommen. Über Einsparungen beim Star Wars-Franchise ist derzeit nichts bekannt.

Disney hat Playdom im Jahr 2010 für $ 563.000.000 gekauft. Das Unternehmen hat seitdem versucht, erfolgreiche Social-Games und Franchises zu etablieren. Trotz der 3,9 Millionen Fans auf Facebook für "Marvel: Avengers Alliance", größtenteils erfolglos.

Gleichzeitig mit den Entlassungen wird Disney Interactive die Büros in Chicago, New Jersey, Colorado, Süd Korea und Indien schließen.

Bereits im Jahr 2012 musste Disney Interactive 50 Mitarbeiter entlassen, als das Studio Junction Point in Austin, Texas geschlossen wurde. Dort wurde u. a. "Epic Mickey" entwickelt.

Quelle:Variety.com

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