10 Gründe, die das Imperium in neuem Licht erscheinen lassen

von Tyanolite, Montag, 07.04.2014, 17:00 Uhr

Nathan P. Gibson hat auf der Plattform whatculture.com ein bisschen an der Außendarstellung des galaktischen Imperiums gearbeitet, die, mit Darth Vader als Aushängeschild, nicht unbedingt optimal war. Er führt 10 Gründe an, die das Imperium eigentlich zu einer guten Organisation machen und erklärt diese ausführlich. Wir haben uns die Zeit genommen, seine Gründe für euch zu übersetzen.

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Der Text ist natürlich mit einem Augenzwinkern zu lesen aber zeigt dennoch einige interessante Fakten auf.

10. Forschung und Technologie
In den Filmen sieht man den technologischen Sprung durch das Imperium nicht direkt. Beim Blick in das erweiterte Universum wird allerdings schnell klar, dass sich die Technologie in der alten Republik nicht groß von der genutzten Technik in Episode I: Eine dunkle Bedrohung unterscheidet. Die Gründe dafür sind nicht klar, vielleicht gefiel sich die Republik in ihren Jedi-Beschützern und sah keine Veranlassung für größere Forschungsprojekte, vielleicht fürchteten auch die Jedi selbst einen großen Sprung in der Technik, da sie dadurch an Einfluss verloren hätten.

Was auch immer die Gründe für den Stillstand waren, das Imperium erforschte in der kurzen Zeit seines Bestehens mehr Raumschiffe, Materialien und Waffen durch die Förderung der klügsten Köpfe der Galaxis und einem beinahe unbegrenztem Zugang zu Rohstoffen und Ressourcen als die Republik in den Jahrhunderten ihres Wirkens davor zusammen.

9. Aliens wurden nicht grundlos getötet
Im erweiterten Universum liest man viel über Palpatines angeblichen Hass auf alle Nicht-Menschen. Obwohl er aber Menschen bevorzugt, tötet oder unterjocht das Imperium keine Aliens. Im Gegenteil: Darth Vader heuert ohne Probleme Alien-Kopfgeldjäger an, um Han Solo und den Millenium Falcon zu stellen und selbst in den Filmen scheinen Aliens, ebenso wie Menschen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Großadmiral Thrawn, einer der höchsten Offiziere des Imperiums und großer Einfluss auf den Imperator, war kein Mensch sondern ein blauhäutiger Chiss.

Endor ist vielleicht das beste Beispiel für das Zusammenleben von Menschen und Nicht-Menschen. Die Ewoks leben dort, trotz starker Präsenz von imperialen Sturmtruppen, glücklich und in Frieden und fürchten sich nicht vor Menschen. Die Rebellenallianz hingegen wiegelt die Ewoks durch C3-PO zu einem selbstmörderischen Angriff auf die imperiale Garnison auf Endor auf, welche zu starken Verlusten auf Seiten der Ewoks führt.

8. Eine starke Wirtschaft
Unabhängig von der persönlichen Meinung zu den Beweggründen und Motiven des Imperiums kann man nur schwer dagegen argumentieren, dass einige Wirtschaftszweige nicht stark vom Aufstieg des Imperiums und dem Bauboom profitiert haben.

Der Todesstern selbst wurde von hunderttausenden von Arbeitern gebaut und hatte über eine Million Crew-Mitglieder und bewaffnete Kräfte an Bord. Zusätzlich war die Werftindustrie mit dem Bau von Sternenzerstörern und Myriaden von Tie-Fightern ausgelastet und bestens mit staatlichen Aufträgen versorgt.

All diese Aufträge erforderten eine riesige Menge an Arbeitskräften und beschäftigten Millionen von Menschen und ernährten Familien. Solche Projekte verschlangen Unmengen Credits und brachten Wohlstand in die Galaxie.

7. Das Imperium ist fair

Wenn ihr die Filme geschaut habt, wisst ihr über die Klonkriege bescheid. Es gab eine Bewegung von Separatisten, mit der eine Reihe von Planeten und Systemen aus der Republik austreten wollten um sich in Zukunft selbst zu verwalten. Der Senat war damit nicht einverstanden und versuchte das zu verhindern, obwohl der Senat eigentlich ein demokratisches Organ sein sollte.

Von der Zusammenarbeit einiger Separatisten mit Count Dooku ist der Republik in den Anfangsjahren der Kriege nichts bekannt und die Bewegung hatte zahlreiche Mitglieder, die die Republik nur verlassen wollten um Autonomie zu erlangen. Der Senat hat keine Grundlage, mit militärischer Gewalt gegen diese Systeme vorzugehen.

Das Imperium hingegen erlaubt Systemen und Planeten in der Unabhängigkeit, so lange sie das Imperium oder seine Verbündeten nicht attackieren. Bespin bleibt zum Beispiel, trotz der Zusammenarbeit der Anführer mit den Rebellen, weitestgehend unabhängig.

Auch greift das Imperium nie dritte Parteien an, die nicht unmittelbar mit der Allianz der Rebellen zusammenarbeiten. Vielleicht hätte man Leia Organa und die Rebellen in Ruhe gelassen, wenn diese sich außerhalb des Imperiums organisiert hätten.

6. Eine effektive Regierung
Die alte Republik war schwerfällig und ein zahnloser Papiertiger. Da viele Repräsentanten im Senat nicht gewählt wurden, sondern Monarchen oder gar Diktatoren waren, ist auch die Etikettierung als "Demokratie" zweifelhaft. Viele Abgesandte kümmerten sich nicht um die Belange der Politik sondern wandten sich der persönlichen Bereicherung und dem Machtgewinn zu.

Korruption war auch allgegenwärtig, wie man in Episode I sehen kann.

Der Senat war ineffektiv und nicht in der Lage, selbst kleinere Probleme ,wie das Handelsembargo gegen Naboo, anzugehen und erfolgreich eine Lösung zu finden. Durch den Mangel an eigenen Truppen konnten Mitglieder der Republik nicht vor Übergriffen von außen geschützt werden und Sanktionen wurden nicht durchgesetzt.

Das Imperium schaffte diese Institutionen als solche ab oder ersetzte sie durch effizientere Methoden. Während der Herrschaft des Imperators gab es innerhalb des Herrschaftsgebiets weit weniger Konflikte und Kriege als zur Zeit der Republik und korrupte Beamte wurden schnell ersetzt.

5. Die Rebellion ist unbeliebt

In allen Filmen ist die Rebellenallianz eher eine kleine Gruppe von Verschwörern als eine Armee. Auf Hoth und anderen Basen sind höchstens ein paar tausend Rebellen und einige Schiffe, die wenigsten Kampffähig. Das zeigt klar, wie unpopulär die Rebellion ist und wie wenig Zulauf man trotz der Zerstörung des ersten Todessterns erhält.

Rebellen und Guerilla-Truppen auf der Erde sind zahlenmäßig meist deutlich stärker aufgestellt als die intergalaktische Rebellenallianz obwohl die Erde von der Bevölkerung her weitaus kleiner ist als die Bevölkerung der Systeme im Star Wars Universum. Man schätzt die Einwohnerzahl des Imperiums auf 100 Billiarden.

Die Rebellion hatte zwar kaum große Unterstützung aber bei dieser hohen Bevölkerungszahl musste der Zulauf trotzdem um einiges größer gewesen sein als er tatsächlich war. Die Bevölkerung war also zufrieden mit dem Imperium.

Angst als Abschreckung sollte zumindest nach den Anfangserfolgen kein Argument mehr sein. Lediglich die Mon Calamari unterstützen die Rebellion mit Schiffen und Material im großen Stil.

4. Sie bringt Ordnung in die Galaxie
Das Imperium baut nicht ohne Grund riesige Flotten auf oder wendet Gewalt an sondern tut dies aus einer Notwendigkeit heraus. Die Galaxie hat viele Konflikte in ihrer Geschichte gesehen und Kriege tobten über Tausende von Planeten und kosteten Unzählige das Leben. Die Republik war nicht in der Lage, Stabilität in diese Regionen zu bringen oder Gerechtigkeit in der Galaxie zu schaffen.

Das galaktische Imperium hingegen versucht, Konflikte beizulegen und langfristig den Frieden zu sichern. Die schwache und korrupte Republik wurde von Vader und Palpatine abgeschafft, um der Galaxie eine neue Ordnung zu bringen.

Selbst der Bösewicht der Original-Trilogie, Darth Vader, verschweigt seine Motive nicht und offenbart Luke: "Schließe dich mir an und ich werde deine Ausbildung beenden. Mit vereinten Kräften können wir den Krieg beenden und der Galaxie Frieden bringen."

3.Sie kämpfen gegen Terroristen
Der offensichtlichste Beweis für die Bosheit des Imperiums ist die schiere militärische Macht der imperialen Marine, der Armee und der stärksten Waffe der Galaxie, dem Todesstern.

Das Argumentieren fällt hier schwer allerdings wird der wichtigste Fakt bisher nicht genannt. Das Imperium kämpft gegen eine Terrororganisation, die so viel Zerstörung und Schaden anrichten möchte, wie nur irgendwie möglich ist. Es überrascht also nicht, dass eine Regierung, die solche Feinde hat, sich mit den modernsten Waffensystemen ausstatten will um den Kampf aufzunehmen.

Der Imperator nutzt den Todesstern nicht um damit wahllos Chaos und Tod im Universum zu verbreiten sondern er zerstört damit gezielt einen Planeten, der die Rebellenallianz direkt unterstützt hat. Der Pazifismus auf Alderaan ist ein Mythos, da dort Truppen der Rebellen ausgerüstet wurden und der Planet einer der Hauptstützpunkte der Allianz war.

Gegen eine solche Bedrohung kämpfen zu müssen ließ das Imperium zu unkonventionellen und brutalen Methoden greifen.

2.Die Jedi waren außer Kontrolle

Eines der Hauptmotive von Palpatine und des Imperiums war die Absetzung des Rats der Jedi. Da die Jedi in den Filmen immer als gut dargestellt wurden, wurde Palpatine automatisch zum "Bösen". Aber waren sie wirklich so ehrenhaft?

Die Jedi waren verantwortlich für einige der größten Konflikte in der Galaxie und spielten eine große Rolle in den Klonkriegen und im Jedi-Bürgerkrieg zuvor. Diese Auseinandersetzungen kosteten viele Leben und verursachten ein großes Maß an Zerstörung. Viele Menschen in der Galaxie standen den Jedi deshalb skeptisch gegenüber. Auch viele Sith waren einst Jedi und waren der Beweis dafür, wie sich etwas Gutes zum Schlechten wenden kann.

Auch außerhalb ihrer Konflikte waren Jedi nur bedingt Vorbilder. Sie täuschten ihre Mitmenschen durch die Macht und zwangen anderen ihren Willen auf. Auch ihre eigenen Regeln sind meist belanglose Richtlinien und Verstöße werden kaum geahndet.

Die Jedi sind eine selbstgerechte Kampftruppe der Republik und führen Befehle aus, um an der Macht zu bleiben.

1.Es hätte die Yuuzhan Vong zurückgeschlagen
Die Invasion der Yuuzhan Vong war eines der schlimmsten Ereignisse im Universum. Dutzende Planeten wurden zerstört und mehrere hundert Milliarden Lebewesen fanden den Tod. Die Jedi wurden beinahe komplett ausgelöscht, was zum Fall von Jacen Solo führte.

Der Krieg zeigt deutlich, wie unvorbereitet die neue Republik war. Einige Quellen im erweiterten Universum zeigen, dass der Imperator von der Existenz der Yuuzhan Vong wusste und mit einem Konflikt gerechnet hatte und sein Imperium darauf vorbereitete.

Viele Innovationen und Technologien des Imperiums ergeben mehr Sinn, wenn man sie vor dem Hintergrund der drohenden Gefahr durch die Yuuzhan Vong sieht. Man kann sich nur vorstellen, wie effektiv ein Todesstern die Weltenschiffe der Invasoren hätte bekämpfen können.

Wenn man davon ausgeht, dass Palpatine von der Bedrohung wusste und sein Imperium auf die Abwehr der Gefahr ausgerichtet hatte, werden viele seine Taten in einem anderen Licht erscheinen.

Das Original findet ihr hier »

Highlights auf starwars.gamona.de:

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