Simon Kinberg im ausführlichen Interview über Star Wars Rebels

von Kevin Nielsen, Freitag, 10.10.2014, 17:56 Uhr

Auf der offiziellen Webseite wurde nun ein Interview mit Star Wars Rebels Executice Producer Simon Kinberg veröffentlicht. Dieses wurde in insgesamt drei Teile aufgeteilt, weshalb wir abgewartet haben bis es vollständig erschienen ist. Dies ist nun der Fall und darum haben wir es für euch zusammengefasst und präsentieren euch die wichtigsten Informationen daraus.

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Das Interview ist äußerst ausführlich und bietet einige Anekdoten und viele detaillierte Einblicke in die Entwicklung von Rebels, sowie einiges an Humor. Wer dies genauer wissen möchte und dem Englischen mächtig ist, sollte sich das Interview auf der offiziellen Seite durchlesen. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Er war schon immer ein Fan von Star Wars und war immer ein großer Fan von Kathleen Kennedy. Eines Tages hat sie dann Kinberg an Bord geholt, worauf es ein Meeting mit George Lucas gab. Dies war eines seiner aufregensten und einschüchterndsten Meetings, die er je hatte. Dabei ging es um die Filme und er unterschrieb, dass er das Drehbuch für einen der kommenden Filme schreiben würde. Zudem gehört er der Gruppe an, die darüber spricht, wohin der Weg für Lucasfilm und Star Wars nun gehe.


Einige Monate danach wurde er dann von Kiri Hart informiert, dass sie eine neue Animationsserie zu Star Wars machen würden. Da Kinberg zwei Söhne (4 Jahre und 9 Jahre alt) hatte und Star Wars für sie alle eine große Sache war, war er natürlich begeistert an der Serie mitarbeiten zu können.

Als er dieses Jahr auf der Comic Con in San Diego stand, war dies für ihn ein sehr emotionaler Moment. All diese neuen Star Wars Charaktere aus Rebels, dazu die vielen Fans…es überwältigte ihn einfach. Er erzählte wieder, dass alles mit der Idee des A-Teams für Rebels begann und Chopper wie eine Art Haustier, wie eine Katze zu sehen ist. Diese Idee stammt übrigens von Dave Filoni.

Sie alle waren überzeugt von der Idee. Dazu wollte Kinberg, dass sie sich wie eine Familie fühlen und das den kleinen jüngeren Bruder gibt (Ezra), der die Zuschauer auch emotional in die Sendung zieht. Nicht nur, weil der jüngste immer ein wenig der Underdog ist, sondern auch, weil er damit den Kern der Zuschauer trifft. Ezra ist vom Alter her viel näher an der Zielgruppe, als die anderen Charaktere.

Aber auch, weil Kinberg fand, dass es in der original Trilogie einfach sehr gut geklappt hat, einen Außenseiter zu haben, der von der Welt eigentlich keine Ahnung hat.

Auch Kinberg mag an dieser Serie in welcher Zeit sie spielt. Einfach, weil die originale Trilogie ihn am meisten von allen Star Wars Produkten beeinflusst hat. Daher war es für ihn eine wahre Freude ein Kapitel an Story zu schreiben, welches so nahe an den Filmen ist. Natürlich spielt es auch eine Rolle, dass sie eine Geschichte erzählen können, die noch niemand vor ihnen erzählt hat und die für alle völlig neu ist.

Ebenfalls sehr schön war es einige der Charaktere aus den originialen Filmen zu nutzen. Er darf allerdings nicht verraten, um welche es sich handelt. Die Charaktere haben sie anhand einer typischen Familie entworfen. Der große Bruder, der muskulöse, die rebellische Schwester, das mittlere Kind und der jüngste der Familie. Natürlich nicht zu vergessen das Haustier der Familie.

So geht jedes Mitglied dieser Familie in der Serie seinen Problemen nach. Der jüngste versucht in die bereits bestehende Familie zu kommen, das mittlere Kind ringt nach Aufmerksamkeit, der große Bruder will das Kommando usw.

Kinberg äußerte sich auch zu den beiden Schurken von Star Wars Rebels. Der Inquisitor und Agent Kallus. Kallus ist mehr der militärische, politische Charakter, während der Inquisitor mehr der spirituelle Schurke ist. Der Inquisitor ist viel mehr auf die Jedi fokussiert, während sich Kallus mehr auf die Rebellen konzentriert. Daher gibt es auch eine Art von Konflikt zwischen den beiden, aufgrund ihrer unterschiedlichen Ziele.

Bei Kallus hat mehr die Möglichkeit auf etwas Menschlichkeit, jemand der Beziehungen führen kann. Dagegen ist der Inquisitor mehr ein Jagdhund, der niemals seine Mission hinterfragt. Diese Zweiteilung war von Anfang an ihr Ziel. Sie wollten diese Splittung mit Absicht haben.

Mit dem Start von Star Wars Rebels und danach Star Wars Episode VII beginnt eine neue Ära für Star Wars und für Kinberg ist dies unglaublich aufregend, surreal und zugleich auch die erschreckenste Erfahrung seines Lebens.

Wenn man mittem im Schreiben ist und eine solche Story, sowie solche Charaktere kreiiert, dann verliert man sich häufig in diesen. Man verliebt sich einfach in die Geschichte und die Charaktere. Dabei vergisst man auch schnell, dass man im Schlafanzug am Tisch sitzt. Star Wars fängt dich nicht nur ein, es wird zu deinem Leben. Erst recht, wenn man dabei ist diese Geschichten selber zu schreiben.

Es war Kinberg sowohl als Autor, wie auch als Executive Producer sehr wichtig, dass sich diese Serie wie Star Wars anfühlt. Dies war dem ganzen Team an sich sehr wichtig. Was auch schon die ersten beiden Episoden (der Pilotfilm) an Star Wars Momenten und Gefühlen erzeugen, liegt an der Art der Charaktere und den Dialogen, die sie haben.

Auf der einen Seite gibt es viel Humor, viel Spaß und auf der anderen Seite ist es auch sehr real, angsteinflößend und ernst. Es kann sogar in sehr dunkle philosophische Debatten zwischen Gut und Böse abweichen. Er betont, dass die Serie von Menschen geschrieben und produziert wird, die Star Wars wirklich lieben. Man kann etwas wie Star Wars nicht einfach nur im Kopf niederschreiben. Man müsse sich auch als Autor/Produzent völlig in die Welt fallen lassen, diese Welt leben und sie spüren.

Gerade auch die Szene, in der sich die Charaktere in der Schwerelosigkeit befinden, war eine echte Herausforderung. Dennoch wollte Kinberg so etwas schon lange machen und das Resultat gefällt ihm sehr.

Kanans Lichtschwert lässt sich auseinandernehmen und schnell wieder zusammensetzen. Diese wirklich coole Idee entstand, weil sie sich fragten, wie ein Jedi ein Lichtschwert in einer Zeit tragen sollte, in der durch die Order 66 die Jedi gejagd wurden. Zudem passt dieses Lichtschwert zum Charakter von Kanan, der mit sich selbst hadert.

Die Nutzung der Macht ist in der Serie auch mehr an der originalen Trilogie orientiert. Zudem wollte man die Entwicklung der Macht bei Ezra genau verfolgen und zeigen. Dies bot sich an, weil man die Serie immer aus seiner Sicht sieht.

Man setzt die Actionszenen bewusst eher seltener ein, da sich auch gute Actionfilme durch den sehr bewussten Einsatz von solchen Szenen auszeichnen. Zudem wäre Ezra mit so viel Action bisher nicht konfrontiert gewesen und somit beginnt auch diese Erfahrung langsam und Schrittweise.

Er hofft, dass die Fans die Serie genau so empfinden werden, wie sie die originale Trilogie empfunden haben. Durch den Pilotfilm bekommen sie hoffentlich schon einen Eindruck von der Art der Serie, einen Einblick in die Charaktere und diese Zeit von Star Wars. Achja: Seine Kinder lieben Chopper!

Zum ersten Teil des Interviews gelangt ihr hier »
Zum zweiten Teil des Interviews gelangt ihr hier »
Zum dritten Teil des Interviews gelangt ihr hier »

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