DotM: Projekt Outfit-Designer – Was steckt dahinter, BioWare?

von Bianca Zimmer, Sonntag, 01.02.2015, 11:00 Uhr

Etwa eine Woche ist es her, seitdem BioWare uns auf der Cantina Tour in San Antonio einen groben Überblick darüber gegeben hat, was uns in diesem Jahr erwartet. Zwei neue Expansions, eine neue Festung, ein neuer Planet, eine neue Spezies usw.

Unter anderem gehört zu diesen Features aber auch der Kostüm- / Outfit-Designer, der schon mit Patch 3.2 im April kommen soll und bisher für begeisterte, aber auch für kritische Stimmen innerhalb der Community gesorgt hat.

Kritische Stimmen deshalb, weil man davon ausgeht, dass BioWare dieses Feature, ähnlich wie den Erscheinungsbild-Designer-Kiosk, nur rein über den Kartellmarkt einführen wird. Es wird relativ wenig darüber spekuliert, wie das Ding aussehen könnte, sondern eher darüber, was dieser Designer die Spieler wieder einmal kosten wird.

Verübeln kann man es der Community eigentlich nicht, denn BioWare legt leider Gottes zu viel Wert auf den Karellmarkt. Klar, der Entwickler, der auch den Finanzguru EA im Nacken sitzen hat, will und muss Geld verdienen, damit uns SWTOR weiterhin bestehen bleibt und wir uns auch weiterhin auf neuen Content freuen können. Immerhin kommen zwei Erweiterungen in diesem Jahr (welches MMO bietet uns das schon?), die entwickelt und finanziert werden müssen.

Was??? Schon wieder über den Kartellmarkt???

Aber ja, auch ich wünsche mir etwas mehr Entgegenkommen zum Spieler, etwas mehr Feingefühl von BioWare. Neue adaptive Rüstungssets, die nach Etwas aussehen, neue Mounts und Pets bekommt man fast ausschließlich nur für Echtgeld (oder als Folge für teure Credits im Galaktischen Handelsnetzwerk) und das ist trotz Free to Play-Modells eigentlich ein Unding. Ich glaube, die Spielerschaft würde im kollektiv einen Luftsprung bis zum Mond und wieder zurück hinlegen, wenn BioWare einfach mehr kosmetischen Content erspielbar machen würde, statt diesen im Kartellmarkt zu verbraten.

Daher ist die Angst, die Skepsis und auch die Befürchtung, dass wir Kartellmünzen für den Outfit-Designer ausgeben müssen, durchaus verständlich und möglicherweise sogar angebracht.

Doch ich möchte ungern den schwarzen Miesepeter an die Wand malen, solange es noch keine genaueren Infos darüber gibt, wie das Ding nun im Endeffekt implementiert wird. Dass so etwas kommt, ist eigentlich auch ziemlich überraschend, da wir in SWTOR eine ganze Menge Möglichkeiten haben, unsere Charaktere zu individualisieren. Wir können diverse Rüstungen miteinander mischen und diese auch noch unterschiedlich färben. Was möchte man an dieser Stelle noch mehr?

Was könnte uns der Outfit-Designer noch bieten?

… was wir nicht schon haben? Mir fehlen, wenn ich ehrlich bin, wirklich ein paar Ideen, die mich in dieser Thematik weiterbringen.

Ein paar Szenarien geistern doch in meinem Kopf herum, welche Möglichkeiten uns der Outfit-Designer bieten könnte.

Outfit, wechsel dich: Ein Transmog-System

Ein Transmog-System, welches wir unter anderem in World of Warcraft und Diablo 3 finden, wäre eine Möglichkeit, die BioWare für SWTOR in Betracht ziehen könnte.

Hier dreht man den Spieß, das eigene Outfit anzupassen, einfach um. Bisher haben wir uns adaptive Rüstungen gekauft und diese mittels Modifikationen, Verbesserungen usw aufgewertet. Das heißt, hier sind oft Kosten angefallen, um die Mods aus den “alten”, nicht gewollten Rüstungen herauszunehmen (oder herzustellen oder zu kaufen), um diese in die Slots der adaptiven Rüstungssets zu verfrachten. Mit dem Transmogg-System liefe das, wenn wir uns das System aus WoW und D3 anschauen, ein wenig anders. Denn hier legt man einfach die Optik der gewünschten Rüstung über das aktuelle Set rüber – wie ein Zauberstab, mit welchem wir einfach via Knopfdruck unserem Outfit ein neues Äußeres verpassen können. Die Rüstung mit den Werten bleibt bestehen, wir müssten also nicht umständlich jede einzelne Mod herausfummeln.

Das System ist, zugegeben, sehr praktisch, aber sollte BioWare diese Möglichkeit einführen, hätten die alten adaptiven Rüstungen ausgedient. Es sei denn, man böte das Transmog-System rein als KM-Bezahlung an – für die bequemen Spieler unter uns. Man spart im Endeffekt einen Haufen Credits, müsste dafür aber in das Echtgeld-Portmonee greifen. Doch würde man nicht eher lieber die Zeit und die Credits investieren, statt Hartgeld?

Wahrscheinlichkeit: In dieser vorgestellten Form eher gering.

Der Do-it-yourself-Designer

Diese Möglichkeit, die in meinen Gedanken herumspuckt, seit ich das erste Mal von diesem Designer erfahren habe, ist die, dass man seine Rüstungen wirklich (!) individuell anpassen kann.

Denn eigentlich gibt es immer etwas, was uns an einem Set nicht gefällt.

Beispiel: Meine Jedi Ritter Kitten trägt eine Rüstung aus dem Kartellmarkt (Brustpanzer des Pfadfinders), die mir äußerst gut gefällt. Aber dieses Rüstungsset beinhaltet auch ein Cape, was ich eigentlich nicht so schön finde, das sich Capes oft mit der Spielmechanik (im Kampf entwickelt dieses oft ein Eigenleben) und vor allem mit den Mounts nicht vertragen.

Aaaaaaaaaaaaaaaaah! Warum, BioWare, warum?! Immer diese Cape-Probleme!

Ein Jeder kennt das leidige Problem seit Release, dass die Capes oftmals durch die Gleiter und Reittiere hindurchhängen. Sicher ist das kein großes Problem, doch irgendwie stört das doch, gerade wenn man sich einen neuen Gleiter zulgeegt hat und unten dieses blöde Cape heraushängt. Ein Glitch, der einfach nicht schön anzusehen ist und von BioWare bisher noch nicht gefixed wurde. Aber vielleicht "müssen" sie das mit dem neuen System gar nicht mehr.

Denn eine sehr wahrscheinliche Möglichkeit, die ich für den Outfit-Designer sehe, ist, dass wir damit einfach bestimmte Attribute unserer Rüstung abändern können.

Euch stört das Cape – einmal den “Radiergummi” angesetzt und schwups, weg damit!

Ihr wollt die Kapuze lieber am Rücken hängen, statt aufgesetzt herumtragen und eure Frisur zeigen? Zack! Schon erledigt. (Damit wäre dann auch die "lästige" Frage nach dem "Hey, BioWare, wann können wir endlich unsere Kapuzen auf- und absetzen?" quasi erledigt. Durch die Blume.)

Breite Schultern oder doch eher schmal. Individuelle Muster usw. – ist vielleicht bald noch mehr möglich?

Die Antenne am Trooper-Helm findet ihr unnötig, die Schultern eures PvP-Sets ganz furchtbar hässlich oder ihr hättet gerne eine andere Art Respirator an eurer Maske? Kein Problem, dafür könnte man verschiedene Modelle zur Verfügung stellen, die mittels einer Durchklick-Auswahl (ähnlich wie zum Beispiel das Wechseln der Frisur eures Charakters) ganz einfach ausgetauscht oder eben unsichtbar gemacht werden kann.

Wahrscheinlichkeit: hoffentlich sehr groß, wenn auch das Wunschdenken eine sehr, sehr große Rolle spielt. Dieses System würde dem Spiel noch mehr Individualität geben, die Chancen vergrößern, dass wir mit unserem Charakter faktisch einzigartig in der Galaxis SWTORs unterwegs sein werden.

Zudem würde das ein gutes Gegenstück zu Galatic Strongholds bieten. Spieler, die nicht viel mit den Festungen anfangen konnten, könnten vielleicht hier ihren Frieden finden, indem sie hier ihren Basteltrieb nachgehen könnten.

Die eigentlichen Möglichkeiten hierfür wären gigantisch groß! Stellt euch nur mal vor, dass ihr hier auch mit den Farben spielen und nur kleinere, selbst definierte Partien eurer Rüstungen farblich anpassen könntet.

Oh ja bitte, BioWare! Dafür würde ich sogar Kartellmünzen auf den Tisch packen!

Doch eine Frage bleibt dabei: Was hält die Engine aus? Was ist möglich und was nicht?

Die vereinfachte Adaptiv-Ausrüstungsmöglichkeit

Anfangs hatte ich euch die Idee präsentiert, den Designer als Transmog-System ins Spiel zu implementieren. Doch was ist, wenn der Outfit-Designer uns einfach nur das Ausrüsten unseres adaptiven Gears erleichtert?
Heißt, wir müssen nicht mehr alles manuell einrichten, sondern das System macht das für uns. Vorstellung: Wir packen das gewünschte Rüstungsset in das Tool, bieten dem Designer das Rüstungsset (oder markieren die dementsprechenden Mods im Inventar) an, aus dem wir die Mods haben wollen und ein Klick später sind die Mods für ein gewisses Entgeld ausgetauscht.

Wahrscheinlichkeit: Hmmm, da bin ich mir glatt unsicher. Praktisch wäre das ja, weil das Umbauen einfach wesentlich schneller gehen würde. Der Nutzfaktor wäre hier sicher groß, würde aber den Namen “Outfit-Designer” nicht gerecht werden. Dennoch wäre dies ein Feature, welches komplett ohne den Kartellmarkt auskommen könnte.

Ein möglicher Mix aus allem? Oder in abgespeckten Varianten?

So sehr mir die Idee des Do-it-yourself-Designers gefällt, habe ich arge Zweifel daran, ob die Engine das wirklich aushalten kann, ohne zusammenzubrechen. Vielleicht wäre solch ein System, jedoch in einer etwas abgespeckteren Form als meine vorgestellten Vorstellungen, möglich. Doch, was das für die Rechenleistung auf der Flotte oder in anderen Ballungsgebieten bedeutet, ist bisher nicht einzuschätzen. Wir kennen ja jetzt schon die Lags, wenn sich wieder die gesamte Galaxis auf der Flotte versammelt hat. Und wenn dann die Engine noch solch spezielle Individualisierungen verarbeiten muss, sehe ich schwarz für die Performance in SWTOR.

Ein Mix und gleichzeitig eine abgespeckte Form sehe ich darin, dass man im Outfit-Designer ganz einfach Teile des Rüstungssets ausblenden kann. Also kein Austausch bestimmter Dinge, sondern einfaches Verstecken der Schultern, des Capes usw. Und vielleicht hier und da die Möglichkeit, die Färbemodule nicht mehr über das Charakterfenster, sondern über den Designer einzusetzen.

Wahrscheinlichkeit: Vermutlich am höchsten und auch am Engine-schonendsten.

Und? Kartellmarkt: ja oder nein?

Ich vermute, dass man hier, wie bei den Festungen auch, einen Mix implementieren könnte. Das heißt, dass man Dinge (vielleicht auch nur ausgewählte Bereiche) via Credits und den Rest (größere Änderungen) mittels Kartellmünzen ändern kann.

Oder aber man lässt dem Spieler die Wahl, je nachdem, was das Ganze an Credit-Kosten verschlingen könnte. Das heißt, das vielleicht gerade Bevorzugte- und Free to Play-Spieler hier eher auf den Kartellmarkt zugreifen müssten, um das Outfit detailliert anpassen zu können.

Wäre das ein faires System? Jein, da dies natürlich für die Spieler, die kein monatliches Abo mit sich tragen, einen Nachteil darstellen würde, da diese ja auch nur ein bestimmtes Kontingent an Credits auf dem Konto haben können.
Abospielern könnte man natürlich auch wie beim Erscheinungsbild-Designer-Kiosk einen dicken Rabatt anbieten. Dennoch würde dieses System vermutlich die Spieler des kostenlosen Vergnügens abschrecken. Zurecht.

Wenn, dann müsste BioWare hier ein System finden, welches beide Seiten, also die Abo-, als auch die Free to Play-Spieler, zufriedenstellt. Das wäre durchaus mit dem Kartellmünzen- oder Credit-Bezahlsystem möglich, jedoch sollte man die Credit-Kosten für alle erschwinglich halten. Also dem Kontingent angepasste und bezahlbare Creditkosten für "Normalos" und Spar-Angebote für den Abonnenten.

Alles nur Ideen… BioWare, macht was draus!

Doch das sind natürlich im Endeffekt alles nur Ideen, die in meinem Kopf herumgeistern. Vielleicht geht der Outfit-Designer auch in eine ganz andere Richtung, auch wenn mir hier nicht mehr sehr viele Möglichkeiten einfallen würden.

Im Endeffekt beinhaltet der Outfit-Designer eine Menge Potenzial für die Individualisierbarkeit des einzelnen Spielers. Noch mehr Herausforderungen, den eigenen Charakter anzupassen und mehr Möglichkeiten für BioWare, den Spieler langfristig an SWTOR zu binden.

Bitte BioWare, ihr seid unsere letzte Hoffnung!

Aber solange wir noch keine Details erfahren haben, wird das Spekulieren natürlich weitergehen. Aber da wir im April schon unsere Outfits designen sollen können, gehe ich stark von aus, dass wir im Februar (Mitte / Ende des Monats) Infos dazu erhalten werden.

Ich hoffe nur inständig, dass BioWare dieses Feature nicht komplett über den Kartellmarkt einführen wird. Bitte, bitte, BioWare, enttäuscht eure Community nicht, sondern bietet ihnen auch mehr mit Ingame-Währung zu zahlenden oder erspielbaren Inhalt an!

Jetzt seid ihr gefragt!

Was denkt ihr? Habt ihr noch Ideen, wie der Designer aussehen könnte? Sind meine Ideen cool oder totaler Klump? Sagt es mir, ich freue mich über jede Meinung :)

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