SWTOR: Biowares Manager of Analytics spricht über Daten und Game Design

von Kevin Nielsen, Donnerstag, 28.05.2015, 16:24 Uhr

Die Kollegen von swtornetwork haben ein sehr interessantes Interview mit dem Mann geführt, der für die Analyse von Spielerdaten und in dem Zusammenhang für das Game Design zuständig ist. Wir hatten euch bereits das ein oder andere Mal von Umfragen unter SWTOR Spielern berichtet, die nach ihrer Meinung zum Spiel gefragt wurden.

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Was aus diesen Umfragen wurden, haben wir nie erfahren, doch nun gibt es das Interview mit Alex Tremblay, der diese Umfrage und weitere Daten auswertet und sie an die Entwickler weiterreicht. Wir haben für euch das Interview zusammengefasst und wünschen viel Spaß beim Lesen.


Zu Beginn erzählt Alex Tremblay, dass er Manager of Analytics bei Bioware Austin ist und an SWTOR schon vor dessen Veröffentlichung arbeitete. Er freut sich darüber, dass er zum ersten Mal ein Interview geben kann, da er sich aufgrund der Daten sehr mit dem Spiel und den Spielern verbunden fühlt.

Das Analytics-Team von Bioware besteht aus mehreren Analysten und Business Intelligence Entwicklern. Diese werden vom Data Warehous, den Servern und den Spiel-Ingenieuren unterstützt. Die Telemetrie wird dabei jeden Tag erfasst und ins primäre Data Warehouse transformiert. Mit diesem System produzieren sie dutzende an Berichten. Diese Daten gehen dann wiederum an alle, die mit dem Spiel zu tun haben und die daraus die jeweiligen Schlüsse für ihre Aufgabe ziehen.

Daten zu erhalten, ist im Allgemeinen ein sehr schneller Prozess. Wenn sie zum Beispiel wissen wollen wie viele Spieler den Endboss einer Operation in den letzten 30 Tagen besiegt haben, dann dauert es nur ein paar Minuten diese spezifischen Informationen zu erhalten. Technisch gesehen gibt es für die Daten keine Grenzen und sie können jegliches Verhalten der Spieler analysieren und erkennen. Es wäre auch kein Problem herauszufinden, welcher Farbkristall die letzten 30 Tage am beliebtesten bei den Spielern war.

Die Aufgabe von ihm und seines Teams ist es die Daten des Spieles, der Umfragen und all das zu analysieren, um damit herauszufinden, was die Spieler motiviert, was sie gerne machen und was ihre Bedürfnisse sind. Diese Daten werden dann auch immer mit dem Feedback der Spieler abgeglichen.

Die 12-fach EP zum Beispiel sind das Produkt der Feststellung, dass Spieler, die mit Rise of the Hutt Cartel zu SWTOR zurückkehrten es schwer fanden sich wieder in ihren Level 50 Charakter reinzufinden (volles Inventar, volle Leisten etc.). Darum haben sie nach einer Lösung gesucht, wie die Spieler vielleicht einfach einen neuen Charakter in kurzer auf das gleiche Niveau bringen könnten.

Bei den Taktischen Flashpoints hat man dann zum Beispiel anhand der Daten erkannt, dass der Czerka FP und die anderen unterschiedlich oft genutzt wurden. Dies hat man dank der Daten an den Belohnungen festmachen können und hat diese daraufhin angepasst.

Sich wieder mehr auf Story zu konzentrieren, war ein Zusammenschluss an Feedback der Spieler, sowie anhand der Daten.

Laut Alex ist das Ranked PvP im Spiel sehr unbeliebt, wobei Solo Ranked noch mehr Spieler vollziehen. Auch wenn das Herausnehmen von 8v8 im Ranked keine populäre Entscheidung war, hat es dazu geführt, dass wesentlich mehr Spieler am Ranked PvP teilnehmen, als zuvor.

Zum Schluss nennt er noch einige Fun-Facts: Die Entwickler haben insgesamt 62.000 Stunden an Arbeit in die Erweiterung Shadow of Revan investiert. Außerdem haben seit der Veröffentlichung die Entwickler von SWTOR insgesamt 78.000 Stunden Spielzeit auf ihren privaten Accounts angesammelt. Sie haben einen Mitarbeiter, der über 6.000 Stunden Spielzeit hat.

Zum ausführlichen und sehr interessantem Interview gelangt ihr hier »

Highlights auf starwars.gamona.de:

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