Knights of the Fallen Empire: Die Wiederauferstehung von Bioware und SWTOR?

von Kevin Nielsen, Sonntag, 28.06.2015, 11:00 Uhr

Es ist nun knapp zwei Monate her als sich unsere Bianca fragte, ob die SWTOR-Flaute auf der SWCA eher Anlass zur Hoffnung oder zur Besorgnis ist (zur damaligen Kolumne gelangt ihr hier). Nun wissen wir bzw. können wir davon ausgehen, dass man dort mit Absicht nichts zu den Plänen von SWTOR verraten hat, um diese auf der E3 2015 zu enthüllen.

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Der Cinematic-Trailer, den Bioware dort zu Knights of the Fallen Empire zeigte, hat mich absolut umgehauen. Für mich der bisher beste, gerade auch von der Inszenierung und der Geschichte, den es zu SWTOR gibt. Ich muss zugeben, dass allein dieser Trailer mich sofort als Lokführer des nächsten Hype-Trains in seinen Bann gezogen hat. Wie ihr und wir alle wissen, waren die ersten Monate des Jahres 2015 für Spieler von SWTOR nicht einfach.


Es gab kaum Kommunikation mit den Spielern. Man erinnere sich alleine daran, wie lange nach dem Release von Shadow of Revan der Operations-Exploit bestand und wie viele sehr ruhige Wochen es rund um SWTOR gab. Auch wir haben nicht mit Kritik gespart und fragten uns, ob Bioware auch im großen Star Wars Jahr (Kinostart von Das Erwachen der Macht) es nicht schafft mit SWTOR die Kurve zu kriegen.

Nun wissen wir rückblickend, dass man die bisher größte SWTOR Erweiterung vorbereitet hat und das man mit der Ankündigung dazu wohl auf die E3 2015 warten wollte, damit sie ins Rampenlicht der Weltpresse gerät. Dieser Effekt scheint aufgegangen zu sein, wenn man sieht wie viele Gaming-Magazine in den letzten knapp zwei Wochen Interviews oder andere Informationen zur neuen Erweiterung veröffentlichten.

SWTOR ist wieder in den Köpfen der Presse und damit auch in den Köpfen der Spieler. Dennoch will ich an dieser Stelle anmerken, dass man in den ersten vier bis fünf Monate diesen Jahres erneut die Spieler mit einer nicht ausreichenden Kommunikation hingehalten hat. Für die Zukunft sollte man solche Durststrecken einfach vermeiden.

Patch 3.1 brachte keine neuen Inhalte ins Spiel und auch Patch 3.2 sorgte für viel Enttäuschung unter den Spielern. Daran, dass solche größeren Inhaltspatches einfach mehr bieten und damit die Lücken zur nächsten Ankündigung füllen, muss Bioware arbeiten.

Bessere Inhaltspatches während einer Erweiterung sorgen auch dafür, dass man weniger über die nächste sprechen muss. Da man offensichtlich mit KotFE einen großen Umbau von SWTOR plant, hoffe ich, dass es im kommenden Jahr in diesem Punkt besser wird. Zumindest die Story-Kapitel, die alle paar Wochen veröffentlicht werden, sorgen hierbei schon für eine Verbesserung.

Eine Kommunikation wie sie nun seit der E3 2015 im offiziellen Forum vorherrscht, sollte man dauerhaft etablieren. Denn nun finden sich täglich Antworten auf Fragen von Spielern und wie man im Falle des Exploits um den Tempel-Stuhl reagiert hat, war in der Tat sehr gut. Endlich hatte man den Fehler sofort erkannt und mittels aller ihnen zur Verfügung stehenden Kanäle davor gewarnt. Das war eine offene Politik und das kam zumindest bei mir sehr gut an.

Die Rückkehr zur eigenen Stärke

Bioware ist in der Spielebranche allgemein hin bekannt für seine tollen Geschichten und die gut inszenierte Erzählweise. Auch SWTOR reihte sich zu Beginn nahtlos ein und die Klassenstorys waren wirklich äußerst gelungen (gerade auch für ein MMORPG). Auch wenn die weiteren Patches und Erweiterungen ebenfalls interessante Geschichten erzählt haben, scheint man erst jetzt, wie man selbst sagt, den Fokus wieder auf die Story zu legen.

Bioware nennt es "Cinematic Storytelling" und betont, dass es dieses Mal wirklich zu wichtigen Entscheidungen innerhalb der Story kommen wird. SWTOR war das erste rein Story-driven und vollvertonte MMORPG auf dem Markt und genau das ist auch seine Stärke. Star Wars ist eine riesige Marke mit unendlich vielen Fans, die gerne mehr Geschichten aus dem Universum erleben möchten. Genau das konnte SWTOR und sollte SWTOR in erster Linie liefern.

Das scheint man erkannt zu haben und aufgrund des Cinematics bin ich sehr auf die zusammenhängende Geschichte gespannt. Die Besinnung auf die eigene Stärke ist für mich der erste Schritt der Wiederauferstehung von Bioware.

SWTOR 2.0

In der Presse sprechen viele von einem SWTOR 2.0 aufgrund all der bisher angekündigten Schritte. Im Spiel selbst vergeht einige Zeit, das Imperium und die Republik liegen am Boden, unser Held ist in Karbonit gefangen und wacht auf, als alles am Ende zu sein scheint. Somit ist also schon ein großer zeitlicher Sprung der erste Indikator für den Neuanfang von SWTOR.

Hinzu kommt die Möglichkeit einen Instant 60 Charakter zu erstellen. Auch hierbei sollen Spieler sofort mit dem neuen SWTOR beginnen können. Des Weiteren werden die alten Klassenstorys überarbeitet und verbessert. Darüber hinaus gibt es neue Klassenstorys (wie auch immer diese aussehen).

Zudem betonte Bioware zuletzt, dass uns noch einige tolle Ankündiungen erwarten. Das Multiplayer-System werde überarbeitet und das wird einen großen Unterschied machen. Man darf gespannt sein, welche Features die bisher größte Erweiterung noch bereit hält. Nachdem nun die Story angekündigt wurde, folgen als nächstes die weiteren Features.

Eines scheint klar zu sein: SWTOR wird zurück zu seinen Wurzeln geführt und dabei umgebaut: Es entsteht ein SWTOR 2.0!

Fazit

Für mich zeigt sich seit der Ankündigung, dass ernsthaft die Chance besteht, dass wir auf eine tolle Zukunft von SWTOR blicken. EA scheint auf jeden Fall den Geldhahn aufgemacht zu haben, um SWTOR im Schlepptau der neuen Star Wars Filme und dem großen Hype mitzuziehen. Dafür braucht es einen Neustart von SWTOR und genau das scheint die Erweiterung Knights of the Fallen Empire einzuläuten (die Ankündigung auf der E3 zeigt, dass man sich sicher ist, dass man etwas großes vor sich hat).

Die Kommunikation zuletzt im offiziellen Forum war auch schon deutlich besser als früher. Auch der Testrun auf dem PTS rund um die Änderungen von Patch 3.3 waren ein voller Erfolg, da Bioware mit den Daten und dem Feedback der Community die AoE-Änderung aus dem Patch gestrichen hat. Die Spieler bekamen für das Testen Kartellmünzen und somit brachte es ihnen auch noch einen kleinen Gegenwert.

Dazu kommt die Kommunikation um den letzten Exploit, die wirklich sehr gut war. All das zeigt mir, dass Bioware nun a) durch die Ankündigung wieder offener kommunizieren darf und kann und b) dass Bioware aus der Vergangenheit gelernt hat und die Spieler mehr in die Entscheidungen miteinbezieht, sowie offener gegenüber uns Spieler zu sein scheint. Zumindest die aktuellen Beispiele vermitteln mir diesen Eindruck.

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Das ist natürlich noch ein frühes Fazit, aber dennoch macht es auf mich den Eindruck, dass wir die Wiederauferstehung von Bioware erleben. Die angekündigten Änderungen von SWTOR scheinen auch hier eine Wiederauferstehung herbeizuführen. Gerade auch der Punkt, dass die Erweiterung nur für Abonnenten zugänglich ist, zeigt, dass man dort gerne mehr hätte, aber auch ein wenig zum alten Modell zurück geht.

Der Star Wars Hype macht es möglich, dass wir die Wiedergeburt von Bioware und SWTOR erleben. EA scheint daran zu glauben und ich tue es auf jeden Fall. Bioware hat bei mir wieder allen Kredit der Welt und ich freue mich auf SWTOR 2.0.

Wie seht ihr das? Denkt ihr, dass wir eine Art Wiederauferstehung von Bioware und somit von SWTOR erleben könnten? Wie ist euer aktueller Eindruck?

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