Star Wars: Knights of the Old Republic II – The Sith Lords

Entwickler: Obsidian Entertainment
Publisher: LucasArts
Erscheinungsdatum (System): Dezember 2004 (Xbox) / Februar 2005 (Windows PC)
Modi/Genre: Singleplayer RPG
Auszeichnungen: u.a. Rollenspiel des Jahres, Bester Charakter (für Kreia)

Das Spiel

Wie sollte es anders sein, die Republik ist in Aufruhr. Dieses mal kommt die Bedrohung allerdings von innen, da die Sith schwer angeschlagen sind. Was ist in den letzten 5 Jahren passiert? Genau das will sie herausfinden, die Verbannte in deren Rolle wir Schlüpfen. Bevor wir das tun können gilt es jedoch, die Ebon Hawk unbeschadet auf den Peragus Minen zu landen. Dafür steuern wir den Droiden T3-M4 und reparieren hier und da an der Hawk, sogar draußen auf dem Rumpf, denn die anderen Besatzungsmitglieder sind tot, verletzt, bewustlos oder beschädigt und abgeschaltet. Dieser Teil des Tutorials lässt sich aber auch Überspringen. Auf den Minen erwacht die Verbannte in der Krankenstation und muss feststellen, dass alle anderen tot sind. Ausgerechnet im benachbarten Leichenschauhaus treffen wir aber unser erstes Partiemitglied, Kreia. Die alte Dame hat sich schlicht mit Hilfe der Macht tod gestellt. Nun wo wir schon mal beim Leichenfleddern sind, können wir auch gleich die Andere durchsuchen. Diese ist zum Glück aber wirklich tot und hat zu unserer Freude nützliches Werkzeug bei sich. So können wir mit einem Plasmabrenner bewaffnet und in Unterwäsche gekleidet die Minenstation unsicher machen.

Die Hintergrundgeschichte

Als Revan nach der Schlacht um die Sternenschmiede zusammen mit T3-M4 und HK-47 auf der Ebon Hawk die bekannte Galaxie verlassen hatte, brach unter den Jedi ein Bürgerkrieg aus. Nach Malaks Tot schienen die Sith geschlagen, doch hatten sie einfach zu viele Jedi auf ihre Seite gezogen. Schließlich sah sich der Rat der Jedi gezwungen, den Orden aufzugeben.
Einige Zeit zuvor kehrte eine Jedi aus den Mandalorianischen Kriegen zurück und stellte sich dem Rat, der ihren Ungehorsam verhandelte. Dieser verstieß sie aus dem Orden, ahnte jedoch, dass dies ein Fehler war und Hoffte, dass die Jedi, welche von nun an als Verbannte bekannt war, diese Entscheidung eines Tages verstehen und zur Rettung der Jedi beitragen würde. Seitdem ist die Verbannte unterwegs, auf der suche nach sich selbst und nach der Macht, von der sie seit der letzten Schlacht im Krieg getrennt ist.

Die Charaktere

Der Spielercharakter
Bei The Sith Lords läuft die Charakter Erstellung genau wie beim 1. Teil ab.

Für Kanonische Informationen, siehe Ende des Artikels.

Kreia
Kreia fand uns und brachte uns an Bord der Ebon Hawk, als die Sith den Republikanischen Kreuzer Harbinger Angriffen. Das sie eine Jedi ist lässt sich unschwer erkennen. Wie tiefgründig ihr Charakter ist, kommt aber erst nach und nach heraus. Sie manipuliert die Verbannte und alle anderen in der Gruppe, jedoch scheinbar ohne böse Absichten, bis sie am Ende ihre wahre Natur als Darth Traya offenbart.
Als Jedi ist Kreia zwar ein nützliches Mitglied der Partie, jedoch kann sie aufgrund des Verlustes einer Hand nur eingeschränkt am Kampfgeschehen teilnehmen.

Atton Rand
Atton ist ein Taugenichts, der auf der Peragus Minenstation gefangen gehalten wird. Im letzten Krieg kämpfte er auf seiten der Sith und folterte Gefangene republikanische Soldaten und Jedi. Dieses Geheimnis versucht er vor der Verbannten zu bewahren, Kreia jedoch findet es heraus und verwendet es gegen ihn.
Atton ist Soldat, am besten mit 2 Blastern oder einem Blastergewehr ausgerüstet.

T3-M4
T3 kennen wir bereits aus dem 1. Teil. Aufgrund einiger Besonderheiten von The Sith Lords (siehe weiter unten), wird uns die Steuerung von T3 mehrmals im Spiel übertragen. T3 ist Fernkämpfer und sollte mit entsprechenden Waffen für Droiden ausgerüstet sein und darüber hinaus einer starken Panzerung.

Die Echani Brianna und Mical der Jünger
Wenn der Hauptcharakter Männlich ist, schließt sich Brianna statt Mical auf Telos IV der Partie an.
Brianna lebt ein Leben als Dienerin in der neuen Jedi Akademie von Atris, in den Polarregionen von Telos IV. Das sie anders ist als die anderen Dienerinnen Atris, merkt man vor allem an ihrer Neugierde. Sie stellt dem Verbannten viele Fragen über die Macht und schließt sich ihm schließlich an, wenn er Telos wieder verlässt.
Als Echani ist Brianna eine gute Nahkämpferin, sowohl im bewaffneten als auch im unbewaffneten Kampf. An Bord der Hawk stellt sie sich als Trainigspartnerin zur Verfügung und kann im weiteren Verlauf des Spiels zur Jedi ausgebildet werden.

Wenn der Hauptcharakter Weiblich ist, schließt sich Mical statt Brianna auf Dantooine der Partie an.
Mical ist ein Jedi Padawan, vor allem aber ist er Archäologe. Er studiert die Überreste der Jedi Archive in der zerstörten Jedi Akademie auf Dantooine. Als er in den Ruinen auf die Verbannte stößt, erkennt er sie sofort und bietet seine Hilfe an. Sein Wissen über die alten Jedi scheint durch seine Archäologische Arbeit in der Tat unerschöpflich und ist dann und wann brauchbar.
Mical muss erst noch zum Jedi ausgebildet werden, ist jedoch auch ohne Macht ein hervorragender Nahkämpfer.

Die Kopfgeldjäger Mira und Hanharr
Dient der Hauptcharakter der hellen Seite, schließt sich auf Nar Shaddaa Mira statt Hanharr der Partie an.
Mira wurde von Mandalorianern aufgezogen, da ihre Eltern in den mandalorianischen Kriegen ums leben kamen. Zur Zeit der Verbannten lebt Mira auf Nar Shaddaa und gehört zu den besten Kopfgeldjägern. Mira hält nichts davon, ihre Ziele zu töten, sie bringt sie lieber zu ihren Auftraggebern. Als die Verbannte von Goto gefangen gehalten wird, bietet sie dem Rest der Gruppe ihre Hilfe bei der Befreiung an und bleibt danach der Gruppe erhalten.
Mira kann sowohl als Nah- als auch Fernkämpferin eingesetzt werden. Sie verfügt über eine einzigartige Waffe an ihrem Handgelenkt, welche miniaturraketen verschießt. Im weiteren Verlauf kann Mira zur Jedi ausgebildet werden.

Dient der Hauptcharakter der dunklen Seite, schließt sich auf Nar Shaddaa Hanharr statt Mira der Partie an.
Der Wookiee Hanharr ist eine Wilde Bestie. Er hat bisher jeden getötet, dem er eine Lebensschuld schuldete, bis auf Mira, die seine Lebensschuld erst gar nicht akzeptierte. Wie alle anderen Kopfgeldjäger auf Nar Shaddaa ist auch er hinter der Verbannten her. Jedoch ist er durch seine Jagd auf Mira abgelenkt, was ihm beinahe das Leben kostet.
Hanharr ist ein hervorragender Nahkämpfer, was sich allerdings wieder ausgleicht, da er als Wookiee keine Rüstung tragen darf.

Bao Dur
Bao Dur ist ein Zabrak Techniker, welcher unter der Verbannten in den mandalorianischen Kriegen diente, weswegen er sie mit General anspricht. Als sich die beiden auf der Oberfläche von Telos IV wieder begegnen, kann sich die Verbannte jedoch nicht an ihn erinnern, Bao Dur nimmt dies aber gelassen.
Als Techniker ist Bao Dur am besten mit Fernwaffen ausgerüstet, da ihm für den Nahkampf die nötigen HealthPoints fehlen.

Goto (auch G0-T0)
Goto ist der Kopf der Exchange auf Nar Shaddaa. Als Droide hatte er anfänglich Schwierigkeiten, überhaupt ernst genommen zu werden, weswegen er ein Holographisches Abbild eines älteren Menschen kreierte. Seine Programmierung sieht vor, die Republik um jeden Preis zu stabilisieren, den Programmteil sich auch an ihre Gesetze zu halten, hat er gelöscht, da beides nicht möglich ist. Als Hauptproblem sieht er den andauernden Konflikt zwischen den Jedi und Sith, da er jedoch den Unterschied zwischen heller und dunkler Seite nicht versteht, ist es ihm egal wer siegreich sein wird.

Visas Marr
Visas, eine Miraluka, ist die Schülerin Darth Nihilus. Sie sucht die Verbannte irgendwann auf, wenn ihre Verbindung zur Macht wieder erstarkt ist, mit dem Auftrag sie zu töten. Nachdem die Verbannte Visas im Kampf besiegt hat, schließt sie sich ihr an, um sie auf den Kampf gegen ihren Meister vorzubereiten.
Da die Miraluka keine Augen besitzen, verfügt Visas über eine besondere Sicht die in einigen Situationen sehr Hilfreich ist. Als Jedi ist sie natürlich eine hervorragende Nahkämpferin.

HK-47
HK-47 ist ebenfalls bereits aus dem 1. Teil bekannt. Er steht beschädigt in einem Lagerraum der Hawk und muss vor seiner Aktivierung repariert werden. Die nötigen Teile finden sich bei Händlern und besiegten HK-50 Modellen.

Mandalor
Nach der Schlacht um die Sternenschmiede schloss Canderous Ordo (ebenfalls aus Teil 1 bekannt) sich anderen Mandalorianern an, und wurde schließlich ihr Anführer (Mandalor) auf dem kleinen Dschungelmond Dxun im Orbit von Onderon. Er heißt die Verbannte in seinem Stützpunkt willkommen und erbittet ihre Hilfe bei einigen kleineren Angelegenheiten, im Gegenzug hilft er ihr nach Iziz auf Onderon zu gelangen.
Canderous trägt die ganze Zeit über einen Schweren mandalorianischen Panzer und ein Blastergewehr.

Planeten und Orte

In The Sith Lords gibt es einige neue Planeten zu entdecken, aber auch aus Teil 1 bekannte, müssen wieder aufgesucht werden. Die Spuren der Zeit sind an der verlassenen Sith Akademie auf Koriban genau so zu erkennen, wie an der von Malak zerstörten Jedi Akademie auf Dantooine. Die neuen Welten, wie Telos und Onderon, wurden Glaubhaft in die Star Wars Welt eingearbeitet.

Gutes Ende, Böses Ende

Wie auch der 1. Teil lässt sich TSL auf der hellen oder dunklen Seite beenden. Vor einem moralischen Dilemma steht man als Spieler hier jedoch nicht, da sich dieses über das ganze Spiel ersteckt.
Als kanonisch ist auch hier nur das Ende auf der hellen Seite zu betrachten.

Knights of the Old Republic vs. The Sith Lords

Man kann es drehen und wenden wie man will, mit The Sith Lords hat Obsidian nur noch einen Schatten dessen abgeliefert, was BioWare mit Knights of the Old Republic gelang. BioWare hat sein Spiel äußerst Logisch aufgebaut, die Hintergrundgeschichten (es ist Star Wars, also gibt es neben der Großen auch viele kleine Geschichten) fügen sich wunderbar in das Gesamtbild ein. Bei TSL hingegen gibt es einige rote Geschichtsfäden, die an ihrem Ende lose herumhängen. Ob man hier die Schuld bei Obsidian sucht oder bei LucasArts straffer Deadline, ist eure Entscheidung.
Ein anderer Punkt, bei dem sich der 2. Teil Feinde geschaffen hat, ist der Weg zum Jedi. Dieser ist hier nicht so klar und offensichtlich wie noch im 1. Teil, wo kein Weg daran vorbeiführte, dass der Spielercharakter zum Jedi Ausgebildet wird. Der weg von TSL führt leider dazu, dass es der Spieler oftmals nicht schafft, seinen Charakter bis zum Ende zum Jedi auszubilden.
TSL ist aber natürlich nicht nur schlecht, keineswegs. Für Abwechslung sorgt, dass Obsidian die Hintergrundgeschichte nicht nur aus Sicht des Hauptcharakters erzählt. Über das ganze Spiel hinweg steuert man auch einige male andere Charaktere, z.B. Mira auf Nar Shaddaa, oder auf Dxun, wo man eine ganze 3er Partie für eine Mission auswählt und losschickt, während man selbst auf dem Weg nach Onderon ist.
Alles in allem sind beide Teile empfehlenswert, gerade in Hinsicht auf Star Wars: The old Republic könnte das Hintergrundwissen beider hilfreich sein.

KotOR und der Kanon

Nach dem Erfolg des 1. Teils fanden sich einige Autoren und Zeichner für eine Comicreihe zusammen. Diese Reihe lehnt sich sehr stark an den 1. Teil an, erzählt wie Revan und Malak von Jedi zu Sith wurden, die Sternenschmiede fanden und wie es danach weiter ging. Daher ist der Charakter Darth Revan, also der Spielercharakter im 1. Teil, als männlicher Mensch anzusehen. Die Verbannte aus dem 2. Teil taucht in den Comics nicht auf, von ihr wird jedoch geredet und da man dabei immer von Sie und Ihr spricht, ist sie kanonisch als weiblicher Mensch anzusehen.
Es gibt nicht nur die Comics, die einen Kanonischen Eindruck vermitteln, auch in The Sith Lords findet man Kanonische Informationen zum 1. Teil. Spricht z.B. Atton den Charakter auf Revan an, kann man ihm entweder antworten, dass seine Informationen richtig sind und Revan ein Mann ist, oder das er daneben liegt und Revan eine Frau ist. Gibt man Atton Recht, findet man in der Sith Akademie ein Holocron von Revan, in dem Bastila zu uns spricht.

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