Im Gespräch mit Ingo Römling, Zeichner von Star Wars Rebels

Ingo 'Monozelle' Römling gehört zu den erfolgreichsten Illustratoren Deutschlands und hat neben eigenen Comics auch Artworks Plattcover und Zeitschriften angefertigt, aber auch Werbemaskottchen und Illustrationen für Schulbücher gehören in sein umfangreiches Repertoire. Seit November 2014 gehört der Künstler auch zum Team der Star Wars Rebels und darf sich mit seinem tollen Zeichenstil auch in der Galaxie weit, weit entfernt austoben.

Wir hatten die tolle Chance, Ingo Römling ein paar Fragen zu seiner Arbeit an den Star Wars Rebels zu stellen und haben dabei erfahren, wie es sich mit Lucasfilm arbeitet und wie seine erste Erfahrung mit dem Star Wars-Universum aussah.

gamona: In Deutschland ist es nicht leicht, mit Comics seine Brötchen zu verdienen. Erfolgreich bist du ja nicht nur mit Comics, sondern auch als Illustrator für verschiedene Medien. Aber wie schwer war es für dich, in den Comic-Bereich vorzustoßen?

Ingo Römling: War es schwer? Ja … und nein. Einerseits "Ja", aber aus eher persönlichen Gründen. Ich bin schon seit einiger Zeit ein passabler Zeichner, aber voller Selbstzweifel. Ich habe mich zum Beispiel lange Zeit einfach nicht zugetraut, größere Projekte zu stemmen. 

Andererseits… nein, weil ich dann den Schritt einfach gegangen bin und gemerkt habe, dass es geht! Ich kann ganz gut Skripte in Bilder umsetzen, und ich kann auch relativ schnell arbeiten, was auch durchaus von Vorteil sein kann. Nachdem die Angst und die Grübelei überwunden war, begann es zu "fließen". Ich muss es halt immer mit meiner Tätigkeit als Illustrator und Grafiker in Einklang bringen und manchmal ein bisschen mit den Deadlines jonglieren, denn wie Du schon sagst, vom Comiczeichnen allein kann man nicht leben. Da geht es mir wie den allermeisten Kollegen auch. Aber wenn man die Sache ernst nimmt und eine gewisse professionelle Distanz zur eigenen Arbeit entwickelt, dann bekommt man das hin, behaupte ich mal.

gamona: Panini wird erstmals eigene STAR WARS-Comics produzieren, die im STAR WARS: REBELS MAGAZIN erscheinen werden. Du bist einer der Zeichner, weißt du wie die Entscheidungsfindung zustande kam, dass man selbst in die Comic-Produktion einsteigt?

Ingo Römling: Das weiß ich gar nicht so genau. Aber ich glaube, alle waren ziemlich aufgeregt, einen deutschen Zeichner bei Star Wars mit an Bord zu haben. Ist anscheinend eine Premiere. Jedenfalls fühle ich mich sehr geehrt.

gamona: Du bist nicht der einzige Zeichner bei der Serie, richtig? Wie viele sind es denn bzw. welche Intervalle wirst du haben?

Ingo Römling: Der zweite Zeichner ist Bob Molesworth. So wie es aussieht, werden wir uns monatlich abwechseln. Seine erste Story ist bereits erschienen und heißt "Ring Race".

gamona: Welchen Umfang haben die einzelnen Geschichten?

Ingo Römling: Zwölf Seiten.

gamona: Sind sie abgeschlossen oder werden Geschichten auch über mehrere Magazine erzählt?

Ingo Römling: Bisher kenne ich nur Skripte mit in sich abgeschlossenen Episoden. Aber die Serie ist ja auch gerade erst gestartet.

gamona: Wer ist der Autor?

Ingo Römling: Ich arbeite zurzeit mit Martin Fisher, was mir sehr großen Spaß macht. Ich glaube, er ist ein echter Hardcore-Fan, er hat eine riesige Bildersammlung und zu jeder Schraube in Star Wars ein Referenzbild.

gamona: Wie läuft der Prozess mit dem Approval durch Lucasfilm in den USA?

Ingo Römling: Es wird alles getrennt abgestimmt, die Fäden laufen bei Panini zusammen. Zuerst muss das Skript eine Freigabe von Lucasfilm bekommen, dann wird es an mich weitergeleitet. Ich zeichne die Bleistiftzeichnungen, warte auf Korrekturen oder Freigabe, dann die Tuschezeichnungen, Korrekturen, Freigabe, und dann wird koloriert. Die Sprechblasen werden als separate Ebene angelegt, was für mich ein bisschen ungewohnt ist, denn ich sehe die Sprechblasen, wie bei "Malcolm Max", eigentlich als Teil des Gesamtartworks.

Lucasfilm achtet schon ziemlich genau auf Details, da muss man aufpassen. Bei meiner ersten Story, die im Februar erscheinen wird, hat Sabine Wren ein paar Auftritte. Sie hat ja diese runtergerockte Rüstung mit all den Kratzern, Farbspritzern und Graffitis. Ich dachte zuerst, naja, so als Comiczeichner kann man da ein bisschen was kürzen, aber es kam explizit die Anweisung, dass ich bitte drauf achten soll, dass auf ihren Handschuhen und Stiefeln Farbkleckse sind, ihr rechtes Schulter-Pad ein Schachbrettmuster hat, auf dem linken ein Hundekopf und auf dem Brustpanzer das Phönix-Symbol der Rebellion zu sehen ist.

gamona: Wann und wie hast du selbst denn Star Wars kennen gelernt?

Ingo Römling: Oh… 1978 oder so? Ich war vielleicht neun Jahre alt, ich kannte Star Wars gar nicht. Ich sah eine C-3PO-Action-Figur im Regal eines Spielwarenladens und dachte: "Oh mein Gott, das ist das Coolste, was ich in meinem Leben je gesehen habe!" Den Film sah ich erst später im Kino, das war natürlich noch cooler.

gamona: Danke für das tolle Interview, Ingo!

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